Saarland

im Südwesten der Republik gelegen, ist das kleinste Flächenbundesland mit dem größten Laubwaldanteil aller Bundesländer.

September 2018: Wir haben das Saarland als Ziel eines zweiwöchigen Wanderurlaubs auserkoren. Aufmerksam gemacht auf diese Wanderregion hatte uns das Buch "Heimat Hunsrück" von Günter Schmitt. Während dieses Urlaubs stehen außerdem Abstecher in den Hunsrück und nach Luxemburg sowie ein Tagesausflug nach Saarburg auf dem Programm.

Orscholz

Unsere Basis haben wir im Luftkurort Orscholz in der Gemeinde Mettlach aufgeschlagen, nur einen knappen Kilometer vom Aussichtspunkt Cloef oberhalb der Saarschleife entfernt. Von hier aus haben wir gleich am ersten Morgen einen wunderschönen Blick auf den Sonnenaufgang über der 200 Meter tiefer gelegenen wolkenverhangenen Saar.

Baumwipfelpfad Orscholz

Der Baumwipfelpfad ist gut einen Kilometer lang und führt bis auf 42 Meter Höhe.  Die Aussichtsplattform liegt 407 Meter über NN und bietet uns am späten Nachmittag einen weiten Rundumblick.

Schifffahrt Saarschleife

Von Mettlach fahren wir mit der Maria Croon durch die Schleuse zur Saarschleife und weiter bis zum Fährhaus Saarschleife. Dort dreht das Schiff und wir können noch einmal einen Blick auf den Baumwipfelpfad und den Aussichtspunkt Cloef werfen.

Seegarten Losheim

Unweit von Orscholz liegt Losheim am See. Am Ufer des Stausees befindet sich ein 50.000 qm großer Stauden- und Blumengarten, gespickt mit bunten Skulpturen, dem wir einen nachmittäglichen Besuch abstatten.

Völklinger Hütte

Einen Halbtagesausflug nutzen wir zur Besichtigung der UNESCO-Weltkulturerbestätte Völklinger Hütte. Nach Stillegung der Hütte im Jahr 1986 wurde die Roheisenerzeugung zunächst unter Denkmalschutz gestellt und entging so dem Abriss. Aufgrund des guten Erhaltungszustands der Betriebsanlagen erklärte die UNESCO die Anlage schließlich im Jahr 1994 zum Weltkulturerbe. Heute lassen sich die einzelnen Bereiche von der Gebläsehalle über die Sinteranlage bis zur Hochofengruppe besichtigen und auch Ausstellungen und interaktive Wissensvermittlung sind dort untergebracht.

Ab Orscholz starten wir zu unseren diversen Wanderungen auf den Traumschleifen am Saar-Hunsrück-Steig.

Traumschleife Cloef-Pfad,  8,2 km, 540 Höhenmeter

Wir beginnen die Tour in der Ortsmitte von Orscholz und erklimmen zunächst den Orkelsfels mit Blick über den Ort und zum Baumwipfelpfad. Danach verlassen wir den Ort und steigen ins Steinbachtal ab, bis wir schließlich ans Ufer der Saar gelangen. Ein Stück begleiten wir sie im Bereich der Schleife, bevor es dann wieder auf schönem Pfad steil bergauf geht - immer mit einzelnen Blicken durch das Blätterdach auf den Fluss. Wir erreichen den Aussichtspunkt Cloef und folgen der Traumschleife weiter zur nächsten Aussicht an der kleinen Cloef. Zwischen den Stützen des Baumwipfelpfads geht es zurück zum Cloef Atrium.

Traumschleife Oppig-Grät-Weg,  11,9 km, 690 Höhenmeter

Der Start liegt in Rimlingen, von wo uns der Weg durch Wald und Wiesen zur Donatus-Kapelle führt. Von hier aus bietet sich uns ein schöner Blick auf Losheim am See, bevor wir durch Streuobstwiesen weiterwandern. Weiter bergab gelangen wir zur Oppig-Grät-Schlucht. Hier steigen wir zunächst über Stock und Stein, bis uns am Talende ein steiler Aufstieg erwartet. Über einen Wald- und Wiesenweg gelangen wir schließlich in den Ort zurück.

Traumschleife Waldsaumweg, 10,9 km, 455 Höhenmeter

Diese Traumschleife startet an der Kirche in Hausbach und führt nach einem kurzen Waldstück zunächst über Streuobstwiesen und dann am Waldsaum entlang. Nach einem steilen Aufstieg erreichen wir den Aussichtspunkt am Schönertskopf. Der Weg führt uns dann bergab nach Britten, das wir durchqueren, um gleich wieder durch Streuobstwiesen zu wandern. Den Schlussabschnitt bildet ein Dornröschenweg am Borwiesbach entlang zurück ins Dorf.

Traumschleife Almglück, 6,7 km, 430 Höhenmeter

Startpunkt ist am Wanderparkplatz an der Harteichhütte, zunächst geht es am Hahnenbruch entlang und dann an der Waldrill. Durch das Lautenbachtal führt der Weg zu einem Hochplateau oberhalb der Hochwaldalm mit einer weiten Aussicht auf den Hunsrück. Es folgt der Abstieg zur einzigen Alm des Saarlands. Nach einer Rast ist es nur noch eine kurze Wegstrecke bis zum Ausgangspunkt.

Traumschleifchen Villa-Borg-Trail, 4,6 km, 40 Höhenmeter

An einem grauen Tag im Nieselregen haben wir uns für eine kleine Runde an der alten Römervilla Borg entschieden. Die Tour startet an der Villa und führt zum Teil über den Saar-Hunsrück-Steig. Ohne große Höhenunterschiede verläuft der Weg größtenteils durch den Wald.

Zum Abschluss besichtigen wir die Römische Villa. Hierbei handelt es sich um die Rekonstruktion eines römischen Landguts, das offensichtlich vom 1. bis zum Anfang des 5. Jahrhunderts bewohnt war, wie Funde belegen.

Traumschleife Der Gisinger, 11 km, 590 Höhenmeter

Am Wanderparkplatz in Gisingen startet die Traumschleife und führt zunächst durch Wiesen vorbei an Angelweihern hinauf auf den Gallenberg. Durch Streuobstwiesen steigen wir wieder hinab und gelangen an die Dachslöcher, bevor wir die Kalktufftreppe erreichen. Am Weg liegt die Schlucht Pastorsgrät und der Itzbach begleitet uns ein Stück. Schließlich steigen wir wieder durch Wald auf zum Golfplatz. In Oberlimberg überqueren wir die Straße und gelangen durch den Wald zurück nach Gisingen.

Traumschleife Litermont-Gipfeltour, 8,9 km, 480 Höhenmeter

Wir starten am Waldparkplatz in Nalbach und wandern durch Wald zum Froschparadies, wo wir auch tatsächlich ein Exemplar entdecken können.  Über die Tour, die beständig bergauf und bergab führt, begleiten uns zahlreiche Holzskulpturen.  Vorbei an der Mariengrotte und entlang am Piesbach verlassen wir vorübergehend den Wald und gehen über Wiesen- und Ackerflächen. Nächster Wegpunkt ist der Rastplatz am Klingelborn und nach dem folgenden Aufstieg erreichen wir den "Maldix Wilderer-Trail", den anstrengendsten und aussichtsreichsten Teil der Traumschleife. Nach einiger Kletterei über schmale Pfade ist der Gipfel des Litermont erreicht und bietet einen schönen 180-Grad-Blick. Ein kurzer Blick noch auf den Weidendom, dann führt der Abstieg an den Mondsteinen und dem Grauen Stein vorbei durch alten Buchenwald. Über den Walderlebnispfad erreichen wir zuletzt die Himmelsleiter, die uns zurück in Richtung Wanderparkplatz führt.

Traumschleife Weg des Wassers, 12,9 km, 870 Höhenmeter

An der Schlossberghalle in Wadern-Büschfeld startet die Tour mit einem steilen Waldanstieg bis zum Aussichtspunkt Kälberfels mit Blick ins Primstal. Nach den "Fünf Eichen" geht es wieder bergab an Weihern vorbei durch das abgeschiedene Sollbachtal - immer dicht am Bach entlang. Am "Drei-Kreise-Stein" folgt ein weiterer steiler Anstieg auf ein Hochplateau von wo es weiter geht in Richtung Buttnich. Sobald der Wald erreicht ist, führt die Tour uns wieder bergab zu einer Aussichtsbank. Dann müssen wir nochmal aufsteigen bis zu den Hirschköpfen und nutzen anschließend den Talweg über den alten Bahndamm zurück zum Ausgangspunkt. 

Traumschleife Mühlenbach Schluchtentour, 11,5 km, 355 Höhenmeter

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz an der Schutzhütte des Saarwaldvereins in Saarwellingen. Nach einem kurzen Waldstück liegt eine Obstplantage linker Hand an unserem Weg. Als wir schließlich aus dem Wald heraustreten, sehen wir den Nordschacht der RAG. Ein kurzes Stück bergab, bevor wir den Eingang der Mühlenbachschlucht erreichen. Ein romantischer Abschnitt, den der Bach hier geschaffen hat, auch wenn die monatelange Trockenheit von ihm recht wenig übrig gelassen hat. Aus der Schlucht wieder aufgestiegen haben wir zunächst einen Blick auf Reisbach, bevor wir wieder in den Wald eintauchen und dann am Waldrand entlang über den Weiherkopf zur Schönstatt-Kapelle gelangen. Von hier aus sehen wir auf Saarwellingen und die Bergehalde von Ensdorf. Am Heßbach entlang führt der Weg letztlich zurück zum Wanderparkplatz.